Aus der bestellten Trägerplatine, dem XIAO nRF52840 und dem HW-147 wird der steckbare Grünlage Golftap — Lötreihenfolge, Federkontakte und Zusammenbau im Gehäuse, Etappe für Etappe. Die Platinen-Schemata sind maßstabsgetreu aus den Fertigungsdaten gezeichnet; der Silkscreen auf der echten Platine beschriftet jeden Pin.
Stückliste
Platine
Menge
Teil
Einbauort
1
Trägerplatine (JLCPCB, 2 Lagen, 1,6 mm, HASL)
—
1
Seeed XIAO nRF52840 (nicht Plus, mit vorbestückten Stiftleisten)
wird in J1/J2 eingelötet
1
HW-147 (PN532-Modul V3)
steckt in J3/J8
1
LiPo 400 mAh (502535) mit Schutzschaltung u. JST-PH-Stecker
steckt in J5
1
Buchsenleiste 1×4, 2,54 mm, hoch — Kragen 12 mm
J3 (Modulseite)
1
Buchsenleiste 1×8, 2,54 mm, hoch — Kragen 12 mm
J8 (Modulseite)
1 + 1
Stiftleiste 1×2, 2,54 mm, gewinkelt + Jumper
J6 (Modulseite, Pins zeigen über die Kante)
2
Kurze blanke Drahtbrücke ~0,6 mm (abgeschnittene Bauteilbeinchen sind perfekt)
PP → BAT-Pads des XIAO
1
JST-PH-2.0-Buchse 2-pol, liegend (S2B-PH-K-S o. Klon)
J5 (Modulseite)
1×4 + 1×8
Stiftleiste 2,54 mm, gerade (wird ins HW-147 gelötet)
Modul-Header
1
1 kΩ, 0805 (R1) — nur für die LED-Option
R1 — bleibt sonst leer
1 + 1
10 µF + 100 nF, 0805 (C1/C2) — nur bei Lese-Zicken
C1/C2 — bleibt sonst leer
1
Passiver Piezo-Summer (z. B. TDK PS1240P02BT oder Piezo-Scheibe 15–20 mm) — piept bei jedem Scan und tickt im Suchmodus; R1 dann als 0-Ω-Brücke bestücken
J7 — bleibt sonst leer
1 + 1
Stiftleiste 1×2 + LED 3 mm Low-Current diffus, rot, grün oder gelb — z. B. Kingbright L-934LID/L-934LGD/L-934LYD oder Vishay TLLR4400 (blau/weiß leuchtet an R1 = 1 kΩ kaum)
J7 — bleibt sonst leer
Gehäuse & Montage
Menge
Teil
Einbauort
2
Gehäuseteile aus dem 3D-Drucker: Wanne (mit angeformtem Innenträger) und Deckel
gadget/case/build/
2
M3×20 + Unterlegscheibe
Stapelverschraubung — furcht direkt in die Cradle-Türme
2
Abstandshalter 11 mm (gedrucktes Teil golftap_spacer.stl oder Distanzhülse mit M3-Durchgang)
zwischen Platine u. HW-147
4
M3×12
Deckel — furcht in die Eckdome der Wanne
Lötzinn
Bleifrei mit Flussmittelseele (2–2,5 %), z. B. Sn100Ni+ oder SAC0307 — Kolben auf 350–380 °C. Zwei Durchmesser decken alles ab: 1,0 mm für Buchsen-/Stiftleisten und JST, 0,5–0,6 mm für die BAT-Drahtbrücken und die optionalen 0805. Alternativ verbleit Sn63Pb37 (Kolben ~320 °C) — lötet sich leichter, ist für den Privatgebrauch erlaubt. Nie Klempner-Lot mit Säureflussmittel.
Litze / Kabel
Für den Standard-Aufbau: keine. Alles steckt — es gibt keinen einzigen Draht. Litze brauchst du nur für die Optionen (LED an J7, Schalter an J6) und die Fallbacks (J3B, J4): dann Silikonlitze 26 AWG (Aufbau 30 × 0,08 mm, verzinnt) — flexibel genug fürs geschüttelte Golfbag, passt in alle Lötaugen und trägt den Ladestrom mit Reserve.
Das kommt auf die Platine
Modulseite (die Seite ohne den Aufdruck NFC 4P / NFC 8P — hier sitzt alles): das XIAO flach eingelötet in J1/J2 (≈2 mm Luft), die hohen 12-mm-Buchsenleisten 4-pol (J3) und 8-pol (J8) fürs HW-147, die JST-PH-Buchse liegend (J5) und die Jumper-Stiftleiste (J6). Das HW-147 schwebt später über allem.
Aufdruck-Seite (NFC 4P / NFC 8P): nur die zwei Drahtbrücken zu den BAT-Pads des XIAO (PP) und ggf. die flachen 0805-Extras — im fertigen Gerät liegt diese Seite mit nur 2 mm Luft über dem Innenträger, Aufbauendes hat dort keinen Platz.
Werkzeug: Lötkolben, Seitenschneider, Pinzette, Multimeter mit Durchgangspiepser — Lötzinn und Litze stehen oben in der Stückliste.
Nicht gelötet wird: an den BAT-Pads des XIAO (Federkontakte!), am Akku (JST-Stecker) — und nach diesem Aufbau nie an einer Litze.
🔁
Wichtig für diese Platinen-Revision (Rev A): Der HW-147-Steckplatz ist in den Fertigungsdaten spiegelverkehrt angelegt — das Modul passt in korrekter Lage (Antenne nach oben) nur auf der XIAO-Seite. Deshalb sitzen beide Module auf derselben Seite: das XIAO wird mit seinen vorbestückten Stiftleisten flach eingelötet (≈2 mm über der Platine), das HW-147 steckt in 12-mm-Buchsenleisten darüber hinweg. Elektrisch ist das vollkommen korrekt — jeder Pin landet im vorgesehenen Netz —, und der Aufbau ist kompakter als das ursprünglich geplante Doppel-Sandwich. Die Aufdruck-Seite NFC 4P/NFC 8P bleibt bis auf die zwei BAT-Drahtbrücken (und ggf. flache 0805) frei; im fertigen Gerät liegt sie mit 2 mm Luft knapp über dem Innenträger. Diese Anleitung beschreibt durchgehend diesen Aufbau.
⚠️
Die zwei Verpolungs-Fallen: Der PN532 verträgt nur 3,3 V — J3 führt bewusst kein 5 V, beim Fallback-Kabel an J3B trotzdem nie umstecken. Und am Akku-Stecker: Rot muss auf den Pin mit dem Aufdruck BAT_RAW treffen — bei Billig-Akkus ist die Belegung im Stecker gelegentlich vertauscht, vor dem ersten Anstecken prüfen.
Verbinder-Übersicht
Ref
Bauteil
Seite
Zweck
Kontrolle vor dem ersten Einschalten
DIP-Schalter am HW-147 auf I2C: Hebel 1 Richtung ON, Hebel 2 davon weg (Werkszustand ist 0 0 = HSU — häufigste Fehlerquelle).
Akkupfad: J5-BAT_RAW ↔ PP-BAT+ piept nur mit gestecktem Jumper auf J6.
Beide BAT-Drahtbrücken haben Durchgang (PP-Auge ↔ XIAO-BAT-Pad piept) und sitzen fest — Lötstelle unten am Pad und oben am Auge.
XIAO-Orientierung: USB-C zeigt zur nächstgelegenen Platinenkante (die Kante ohne die Steckplatz-Reihe J8/J7/J6/J4).
Akku-Stecker: rote Ader liegt am Pin mit Aufdruck BAT_RAW.
USB-C anstecken → Lade-LED leuchtet; dann Firmware aufspielen und Name/PIN ablesen — nächster Abschnitt.
Firmware aufspielen & Gerät beschriften
Die fertig kompilierte Firmware gibt es als golftap_firmware.uf2 — geflasht wird ohne jedes Werkzeug über den USB-Bootloader des XIAO, am bequemsten vor dem Einbau, solange der Reset-Taster frei zugänglich ist:
XIAO per USB-C an den Rechner. Fabrikneu meldet es sich oft direkt als USB-Laufwerk — dann weiter mit Schritt 3.
Den kleinen Reset-Taster neben der USB-Buchse zweimal kurz drücken (Doppelklick) — ein Laufwerk erscheint, dessen Name mit „XIAO" beginnt.
golftap_firmware.uf2 auf das Laufwerk ziehen. Das Board flasht sich selbst, wirft das Laufwerk aus und startet neu.
Das war das einzige Mal am Kabel: Spätere Updates kommen per Funk — die App zeigt im Golftap-Bildschirm die installierte Firmware-Version und bietet neue Versionen direkt zum Einspielen an (OTA), das Gerät kann dafür im Gehäuse bleiben.
Name und PIN ermitteln: Jedes Gerät hat einen eigenen Funknamen (GruenlageTap-XXXX, das Kürzel stammt aus der Funkadresse) und eine daraus abgeleitete vierstellige PIN. Die App listet beim Verbinden nur Geräte mit Kürzel und fragt die PIN ab — beide gehören deshalb auf einen Aufkleber am Modul. Zwei Wege, sie abzulesen:
Seriell (ohne Zubehör): Nach dem Flashen einen seriellen Monitor mit 115200 Baud öffnen (z. B. der Serial Monitor der Arduino IDE) und den Reset-Taster einmal drücken. Das Boot-Log druckt Geraetename (aufkleben): GruenlageTap-XXXX und PIN (aufkleben): NNNN.
Per Smartphone (BLE): Mit nRF Connect scannen — der Listeneintrag GruenlageTap-XXXX ist der Gerätename. Verbinden und die Characteristic mit der UUID B5D60005-9E1C-4C6C-96A4-3D6E2F0A7C11 lesen (nRF Connect zeigt nur die UUID, keinen Klartextnamen). Der Wert erscheint zunächst als Byte-Array — erst über das Zitat-Icon („) neben dem Wert auf UTF-8 umstellen, dann stehen die vier PIN-Ziffern lesbar da.
Die PIN ist bewusst kein Sicherheitsmerkmal — sie hilft nur, bei mehreren Golftaps in Reichweite das eigene zu treffen.